Mit Blick auf die kommende Bezirksoberliga-Saison steht für die jungen Steißlinger C-Jugendhandballer ein kleiner Umbruch bevor. Fünf Spieler des Jahrgangs 2011 haben die Mannschaft verlassen. Gleichzeitig blieb der Kern des Teams bestehen: Zehn Spieler gehören dem Jahrgang 2012 an und bilden damit weiterhin eine wichtige Grundlage für die kommende Spielzeit. Weitere acht talentierte Handballer rücken aus der D-Jugend nach.
Nach einer überzeugenden BOL Qualifikation im heimischen Mindlestal Anfang Juni, die das Team deutlich auf dem zweiten Platz hinter der HSG Konstanz abschloss, war schnell klar: Diese Mannschaft hat nicht nur sportliches Potenzial, sondern in der Vorbereitung auf die Quali auch eine bemerkenswerte Entwicklung genommen.
Nach der Qualifikation folgte zunächst bewusst eine dreiwöchige Pause, bevor die gemeinsame Arbeit beim C-/B-Jugend-Camp der Jugendabteilung wieder aufgenommen wurde. Seit Juli stehen die jungen Handballer wieder regelmäßig in der Halle und arbeiten konzentriert an den nächsten Entwicklungsschritten. Dabei setzt das Trainerduo Manuel Müller und Philipp Stoller nicht primär auf möglichst viele Trainingsstunden. Vielmehr gehören auch schöpferische Pausen zum Gedankengang der Jugendtrainer. Da zunächst nur einmal pro Woche trainiert wurde, blieb den Jugendlichen bewusst Raum für den Sommer, Freizeit und Erholung. „Mentale Frische“ ist für die beiden Verantwortlichen ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Entwicklung – schließlich soll die Mannschaft nicht nur körperlich, sondern auch mit Begeisterung und voller Energie in den Handball-Herbst starten.
Wie weit die Mannschaft bereits ist, zeigte sich zuletzt in einem Testspiel gegen den Ligakonkurrenten Rietheim/Weilheim. Über weite Strecken dominierte der TuS das Spiel und überzeugte dabei vor allem durch hohe spielerische Konzentration. Der gewählte Modus mit drei Halbzeiten ermöglichte es den Trainern zudem, bereits frühzeitig jungen Spielern Entwicklungszeit zu geben und unterschiedliche Konstellationen auszuprobieren. Auch hier zeigte sich, dass die Mannschaft nicht nur kurzfristig auf Ergebnisse ausgerichtet ist, sondern Entwicklung als gemeinsamen Prozess versteht.
Besonders beeindruckend ist für das Trainerduo dabei der Umgang der Jugendlichen miteinander. Die Mannschaft hat einen erstaunlich reifen Umgang mit den „Jungen“ entwickelt und gleichzeitig einen besonderen Teamgeist entstehen lassen. Eine solche Geschlossenheit erleben Müller und Stoller nach eigener Aussage nicht immer. Jeder Spieler soll seinen Platz in der Mannschaft finden, Verantwortung übernehmen und sich gleichzeitig auf die anderen verlassen können. Integration ist dabei kein Schlagwort, sondern gelebter Bestandteil des täglichen Miteinanders.
Genau dieser Gedanke passt zum übergeordneten Jugendförderkonzept des TuS Steißlingen. Die Nachwuchsarbeit soll nicht in einzelnen Altersklassen gedacht werden, sondern als durchgängiger Entwicklungsweg. Eine enge Zusammenarbeit der Trainerteams, eine hohe Durchlässigkeit zwischen den Jugendmannschaften und die frühzeitige Integration talentierter Spieler schaffen dabei die Grundlage dafür, dass sich aus jungen Handballern langfristig Spieler für die aktiven Mannschaften entwickeln können.
Jugendmanager und Trainer Philipp Stoller blickt deshalb mit großer Zufriedenheit auf die Entwicklung des gesamten Steißlinger Jugendhandballs. Besonders freut ihn die enge Zusammenarbeit innerhalb der Trainerteams – mit Selina Storz in der B-Jugend, Claus Ammann in der D-Jugend sowie den A-Jugend-Trainern Mo Wildöer und Philipp Klotz. „Ich bin glücklich, dass wir in den Trainerteams so eng zusammenarbeiten und uns sogar regelmäßig in Workshops, in denen auch Sportvorstand Sascha Spoo und Jugendkoordinator Claus Ammann vertreten sind, austauschen.“ Genau diese Vernetzung ermöglicht es, Entwicklungen gemeinsam zu betrachten, Spieler behutsam an höhere Anforderungen heranzuführen und den Übergang zwischen den Altersklassen aktiv zu gestalten.
Die C-Jugend selbst befindet sich im August in einer Ferienpause. Anfang September wird das Training wieder aufgenommen. Mit einem Vorbereitungsturnier bei der benachbarten DJK Singen steht dann der letzte Härtetest auf dem Programm, bevor am 27. September mit dem Auswärtsspiel in Rielasingen/Gottmadingen der Start in die neue Runde erfolgt.
Bis dahin darf die Mannschaft noch einmal Kraft tanken. Danach warten wieder konzentrierte Trainingseinheiten, intensive Spiele und vor allem viele gemeinsame Stunden mit dem Handball. Die Vorzeichen sind jedenfalls vielversprechend.
„Wir alle freuen uns sehr auf die kühlen Herbsttage mit Handball satt im Mindlestal und hoffen, dass neben den hoch- und höchstklassigen Teams des TuS auch unsere C-Jugend einige Zuschauer begeistern kann“, blickt Manuel Müller, selbst Spieler der aktiven Herren, auf den Saisonstart. Und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Denn hier wachsen Handballtalente heran.“
Vielleicht ist genau das die schönste Perspektive für die kommende Saison: Im Mindlestal soll nicht nur guter Jugendhandball zu sehen sein. Hier sollen junge Spieler wachsen – sportlich, persönlich und als Teil einer Mannschaft. Und vielleicht steht irgendwann einer von ihnen selbst im 💙🤍 Trikot der Herren I auf dem Spielfeld.
Die Vorfreude auf die neue Saison ist jedenfalls groß – und mit ihr die Lust auf die nächsten gemeinsamen Schritte.
In diesem Sinne: #huttahatta 🤾🏻♂️💙🤍🤩
















