Während im deutschen Jugendhandball traditionell finanzstarke Großvereine und Profi-Leistungszentren mit Internatsanbindung die Plätze im Oberhaus unter sich ausmachen, wirbelt der TuS Steißlingen die nationale Landkarte komplett durcheinander. Schaut man auf die finale Struktur für die anstehende Spielzeit, wird das Ausmaß des Erfolgs im Hegau deutlich:
Weibliche A-Jugend (U19): Startplatz in der eingleisigen 1. Jugendbundesliga (JBLH wA)
Weibliche B-Jugend (U17): Startplatz in der Jugendbundesliga (JBLH wB)
Weibliche C-Jugend (U15): Startplatz in der Regionalliga Baden-Württemberg
Aber auch der Breitensport kommt hier nicht zu kurz denn man hat in allen drei Altersklassen jeweils eine zweite Mannschaft melden können und spielt hier ebenfalls in beachtlichen Spielklassen.
Das absolute sportliche Maximum erreicht
Da für die C-Jugend in Deutschland keine bundesweite Liga existiert, bildet die Regionalliga Baden-Württemberg in dieser Altersstufe das Dach des Spielbetriebs. Dass sich die C-Mädchen des TuS nach intensiven Qualifikationsrunden erneut das Ticket für das württembergische Oberhaus gesichert haben, macht das sportliche Gesamtkunstwerk perfekt.
Zusammen mit den beiden Bundesliga-Startplätzen der A- und B-Jugend – die in der vergangenen Meisterrunde jeweils sensationell unter die Top 10 Deutschlands stürmten, reizt der Verein das sportliche System bis auf das letzte Gramm aus. Kein anderer Verein im gesamten Bundesland stellt in dieser Konstellation durchgängig Teams in den höchsten Spielklassen.
Einzigartig im Ländle, rar in ganz Deutschland
Ein Blick über die Landesgrenzen hinaus zeigt, wie exklusiv die Gesellschaft ist, in der sich die Blau-Weißen bewegen. Deutschlandweit gelingt dieses Kunststück fast ausschließlich Klubs wie dem Buxtehuder SV, der HSG Blomberg-Lippe oder dem HC Leipzig. Der gewaltige Unterschied: Diese Vereine agieren als Profi-Leistungszentren und sind direkt an Frauen-Bundesligisten gekoppelt.
In Steißlingen hingegen wird dieser Erfolg auf rein ehrenamtlicher Basis, mit extremer Kontinuität und einer regionalen Talentförderung gestemmt. Dass man sich gegen die etablierte Konkurrenz durchsetzt und Spitzenvereine in der heimischen Mindlestalhalle bezwingt, unterstreicht die Ausnahmestellung des Vereins.
Nachhaltige Arbeit trägt Früchte
„Dieser Erfolg ist das Ergebnis jahrelanger, akribischer Arbeit aller Trainer, Betreuer und Spielerinnen“, freut sich die Abteilungsleitung des TuS Steißlingen. Mit einem durchgängigen sportlichen Konzept von der D-Jugend bis zur A-Jugend trägt die Nachwuchsarbeit nun Früchte auf der ganz großen Bühne. Wenn im September die neue Spielzeit anläuft, wird die Gemeinde am Bodensee wieder zum Nabel des weiblichen Jugendhandballs im Süden.
An dieser Stelle ein Dankeschön an alle Trainer, Betreuer, Eltern, Sponsoren, ehrenamtliche Mitarbeiter im und um den Verein ihr seid spitze und ohne euch wäre das in dieser Form nicht möglich!
Selbstverständlich auch ein ganz großes DANKE an alle Spielerinnen für deren Vertrauen in den TuS Steißlingen.
















