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Herren 2: Krimi in Fridingen: TuS Steißlingen beweist Moral, belohnt sich aber nicht

Was für eine Aufholjagd, was für ein Kampf! Die Steißlinger lieferten sich bei der HSG Fridingen/Mühlheim eine packende Partie. Auch wenn es am Ende hauchdünn nicht für Punkte reichte, war der Auftritt ein echtes Ausrufezeichen in Sachen Teamgeist.

Der Start in die Partie gehörte den Gastgebern. Bereits in der 4. Spielminute sah sich der TuS mit einem 4:1-Rückstandkonfrontiert. Doch die Blau-Weißen bissen sich rein und hielten den Anschluss – bis kurz vor den Pausentee.

In den Minuten vor dem Seitenwechsel geriet der TuS-Motor leider etwas ins Stocken: Die HSG nutzte eine Schwächephase eiskalt aus und zog mit einem 5:0-Lauf davon. Mit einem deutlichen 18:12-Rückstand ging es in die Kabinen. Viele in der Halle hatten die Partie zu diesem Zeitpunkt wohl schon abgehakt.

Wer dachte, der TuS würde sich seinem Schicksal ergeben, sah sich getäuscht. Nach dem Seitenwechsel zeigten die Steißlinger ihr wahres Gesicht. Mit einer bärenstarken Defensivleistung und viel Zug zum Tor kämpfte man sich Tor um Tor heran.

Die hohe Führung der Gastgeber schmolz dahin, und die Steißlinger bewiesen, dass sie spielerisch absolut mithalten können. In einer hochdramatischen Schlussphase reichte es am Ende leider ganz knapp nicht mehr, um das Spiel komplett zu drehen. Man musste sich der HSG mit 26:25 geschlagen geben.

Trotz der knappen Niederlage war dies eine spielerisch und kämpferisch erstklassige Leistung, auf die das Trainerteam und die Mannschaft für die kommenden Aufgaben definitiv aufbauen können.

Lange Zeit zum Nachdenken bleibt nicht. Bereits am kommenden Sonntag ist der TuS wieder in der Fremde gefordert. Dann gastiert man bei der HK Ostdorf/Geislingen. Wenn unsere Jungs den Schwung aus der zweiten Halbzeit mitnehmen, ist dort definitiv etwas Zählbares drin.

Lukas Ring, Nico Maier (beide Tor), Fabian Rihm (7), Patrick Euchner (6), Leon Hufnagel (5), Philipp Leonard Schäffer (2), Luca Tassone (2), Claudio Gattinger (1), Simon Hilpert (1), Steffen Maier (1), Manuel Müller, Jona Reichel

Foto: Stefan Matthis