Von der ersten Sekunde an machten beide Teams deutlich, dass sie dieses Derby unbedingt gewinnen wollten. Es entwickelte sich ein rasantes Spiel mit extrem hohem Tempo und einer bemerkenswerten Treffsicherheit auf beiden Seiten. Die Zuschauer sahen Handball mit offenem Visier – beide Offensivreihen agierten in Bestform. In der ersten Halbzeit schenkten sich die Teams nichts. Immer wieder wechselte die Führung, doch der TuS schaffte es, mit einem hauchdünnen Vorsprung von 17:19 in die Kabine zu gehen.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Intensität ungebrochen hoch. Bis zur 43. Spielminute war es ein klassischer Abnutzungskampf auf Augenhöhe. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen; jedes Tor wurde postwendend gekontert. Es roch nach einer ähnlich knappen Entscheidung wie im Hinspiel – doch dann zündete der TuS den Turbo.
In der entscheidenden Schlussphase drückte der TuS Steißlingen der Partie endgültig seinen Stempel auf. Während beim Tabellenführer die Kräfte schwanden, spielten sich unsere Damen förmlich in einen Rausch. Die Mannschaft agierte als geschlossene Einheit: Hinten wurden die entscheidenden Bälle gewonnen, vorne wurden die Chancen eiskalt verwertet. In dieser Phase dominierte der TuS das Geschehen nach Belieben und zog unaufhaltsam davon.
Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter 33:40-Sieg zu Buche. Damit hat der TuS bewiesen, dass der Sieg im Hinspiel kein Zufall war und man aktuell jedes Team der Liga schlagen kann.
Tamara Brandt, Eva Streit (beide Tor), Kim Kristin Schmitt (15), Janne Fehringer (5), Aliya Spoo (5), Anna Hoffmann (3), Lisa Meschenmoser (3), Romy Auer (2), Luisa Hezel (2), Xenia Lehn (2), Lena Schoch (2), Rebecca Maier (1)
Foto: Stefan Matthis
















