Die Geschichte der ersten Halbzeit ist leider schnell erzählt: Der TuS verschlief die Anfangsphase komplett. Während die Gastgeberinnen aus Bönnigheim von der ersten Sekunde an hellwach waren, fanden die Steißlingerinnen überhaupt keinen Zugriff in der Defensive und leisteten sich vorne zu viele Fehler. In der 14. Spielminute leuchtete ein beängstigendes 12:1 auf der Anzeigetafel.
Wer dachte, die Racoons würden sich nun abschlachten lassen, sah sich jedoch getäuscht. Trotz der fehlenden Wechselmöglichkeiten ging ein Ruck durch das Team. Man stabilisierte sich und verkürzte den Rückstand bis zum Pausenpfiff immerhin auf 21:14.
Den deutlich besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten die Steißlingerinnen. Mit viel Herz und Leidenschaft blies das Team zur Aufholjagd. Tor um Tor wurde gutgemacht, und in der 39. Minute war man beim Stand von 24:20 plötzlich wieder voll im Geschäft!
Bis zur 47. Spielminute hielten die Racoons diesen engen Anschluss. Doch dann forderte der dezimierte Kader seinen Tribut: Ohne frische Kräfte von der Bank ließen in der Crunchtime unweigerlich die Kräfte nach. Bönnigheim nutzte die schwindende Konzentration eiskalt aus und zog in den Schlussminuten noch einmal uneinholbar davon.
Am Ende steht eine 42:32-Niederlage, die um ein paar Tore zu hoch ausgefallen ist und den couragierten Kampf der Racoons nach dem 1:12-Rückstand nicht ganz widerspiegelt. Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis, dass man sich solche Anfangsphasen in dieser Liga einfach nicht erlauben kann – aber auch der Stolz auf eine Moral, die trotz widriger Umstände absolut intakt ist.
Nun steht ein spielfreies Wochenende an, ehe man am 11.04. das letzte Aufeinandertreffen in dieser Saison bestreitet.
Jule Kalbfell, Eva Streit (beide Tor), Selina Storz (9), Gina Wöhr (5), Kim Espinosa (4), Alina Bauer (3), Marie Knobelspies (3), Janine Lauth (3), Lena Schoch (3), Luisa Hezel (2)
Foto: Stefan Matthis
















