Von der ersten Minute an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Der TuS startete mutig und konnte immer wieder in Führung gehen, doch die individuell starken Gäste aus Göppingen ließen sich nicht abschütteln und glichen postwendend aus. Bis zur 27. Spielminute (13:13) konnte sich kein Team einen entscheidenden Vorteil erarbeiten. Während der Steißlinger Angriff flüssig agierte und immer wieder Lücken in der gegnerischen Abwehr fand, offenbarte die eigene Defensive noch zu viele Lücken, was zu einer torreichen ersten Hälfte führte. Mit einem knappen, aber verdienten 17:16 für den TuS ging es in die Kabinen.
Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten eindeutig die Steißlingerinnen. Mit einer beeindruckenden Leistungssteigerung und viel Tempo baute das Team die Führung bis zur 41. Spielminute auf 25:20 aus. In dieser Phase schien der TuS die Partie fest im Griff zu haben.
Doch die routinierten Gäste aus Göppingen bewiesen, warum sie in der Tabelle oben stehen. Sie ließen sich vom Fünf-Tore-Rückstand nicht beirren, agierten in der Abwehr nun deutlich aggressiver und holten Tor um Tor auf. Die junge Steißlinger Truppe geriet unter dem Druck ins Straucheln und leistete sich in der entscheidenden Endphase den einen oder anderen technischen Fehler zu viel.
Nach dem Ausgleich gelang es Göppingen, die Partie komplett zu drehen. Trotz allem Kampfgeist reichte es für den TuS nicht mehr, um das Spiel erneut zu wenden. Am Ende stand eine schmerzliche 30:31-Niederlage auf der Anzeigetafel.
Auch wenn die Enttäuschung über die verpassten Punkte groß ist, bleibt keine Zeit zum Hadern. Die gezeigte Leistung über weite Strecken des Spiels macht Mut für die kommenden Aufgaben. Nun gilt es, die Fehler zu analysieren und den Fokus sofort auf das nächste Highlight zu richten: Das Derby bei der HSG Fridingen/Mühlheim steht vor der Tür. Dort wollen die Steißlingerinnen wieder voll angreifen und die ersten Punkte des Jahres einfahren.
Eva Streit, Lena Wiggenhauser (beide Tor), Kim Espinosa (9), Gina Wöhr (6), Hanna Denzler (4), Marie Knobelspies (3), Nina Markus (3), Janine Lauth (2), Celina Frölich (1), Luisa Hezel (1), Aliya Spoo (1), Shauna June Heuken, Anna Hoffmann, Isabella Scherer
Foto: Stefan Matthis
















