Dabei sah es über weite Strecken des Spiels nach einem Erfolg für Steißlingen aus: Rund 95 Prozent der Partie lag das Team in Führung und hatte das Geschehen weitgehend im Griff. Allerdings war von Beginn an zu spüren, dass es für beide Mannschaften um viel ging. Die Nervosität spiegelte sich in zahlreichen unnötigen Fehlern auf beiden Seiten wider. Aus Steißlinger Sicht überzeugte vor allem die Abwehr, die über weite Phasen stabil stand und gut arbeitete. Das größere Problem lag jedoch im Angriff: Trotz vieler herausgespielter Chancen ließ man zu viele klare Möglichkeiten ungenutzt. Hinzu kamen immer wieder unpräzise Pässe, die den Spielfluss hemmten und den Gegner zurück ins Spiel brachten. In der Schlussphase schien die Partie dennoch entschieden: Knapp eine Minute vor dem Ende führte Steißlingen noch mit zwei Toren. Doch ausgerechnet in dieser entscheidenden Phase unterliefen dem Team zwei folgenschwere Ballverluste, bei denen der Ball direkt in die Hände der Dortmunderinnen gespielt wurde. Diese nutzten die Fehler eiskalt aus und erzielten schließlich kurz vor Schluss den umjubelten Ausgleich. Am Ende muss sich Steißlingen vor allem die mangelhafte Chancenverwertung vorwerfen lassen. Bei einer normalen Ausbeute vor dem Tor wäre ähnlich wie im Hinspiel, ein Sieg absolut möglich und auch verdient gewesen. Das Unentschieden wiegt umso schwerer, da nun der Druck im Kampf um das Viertelfinale steigt: Aus den verbleibenden zwei Spielen müssen zwingend zwei Siege her, um die Chance auf das Weiterkommen zu wahren. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich bereits am kommenden Samstag um 16:00 Uhr in der heimischen Mindlestalhalle. Dort empfängt Steißlingen die Gäste aus Münster, ein weiteres entscheidendes Spiel im Rennen um das Viertelfinale.
Die Mannschaft wird unterstützt von Wagner Gründächer
Foto: Stefan Matthis
















