Interview mit unserem neuen Abteilungsleiter Thomas Wildöer,
Seit 2017 darf ich das Amt des zweiten Abteilungsleiters der Handballabteilung begleiten und habe in dieser Zeit viele engagierte Menschen erlebt, die unseren Verein geprägt haben. Mit Thomas Wildöer wurde im Juni ein neuer Abteilungsleiter gewählt, der künftig gemeinsam mit dem gesamten Team die Entwicklung des TuS Steißlingen Handball gestalten wird.
Um Thomas den Mitgliedern, Spielern, Trainern, Ehrenamtlichen und Fans etwas näher vorzustellen, habe ich ihm einige Fragen zu seiner Motivation, seinen Zielen und seinen Wünschen für die Zukunft unseres Vereins gestellt.
Thomas, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur Wahl als Abteilungsleiter. Was hat dich persönlich motiviert, dieses verantwortungsvolle Amt zu übernehmen?
Vielen Dank, Timo. Ehrenamtliche Tätigkeit ist nach meiner Überzeugung ein wichtiger Pfeiler in unserer gesellschaftlichen Ordnung. Diese Überzeugung für das Ehrenamt, mein Bekenntnis zum Handballsport generell als ehemaliger aktiver Spieler, meine langjährige Verbundenheit zur Handball Abteilung des TuS und sicher nicht zuletzt zur Gemeinde Steißlingen haben mich bewogen, dieses Amt zu übernehmen.
Wenn du auf die Saison 2026/27 blickst: Welche sportlichen Schwerpunkte und Ziele möchtest du gemeinsam mit Trainern, Spielern und Verantwortlichen verfolgen?
Wichtig ist zunächst, dass wir den Breitensport als Basis unserer Vereinstätigkeit bestmöglich erhalten und ausbauen. Jeder der von Kindesbeinen an Handball in Steißlingen spielen möchte, muss einen Platz dafür bekommen. Natürlich wollen wir im Anschluss auch im Leistungssport erfolgreich bleiben und insbesondere bei unseren Damen 1 in der Regionalliga und unseren weiblichen Jugendmannschaften in der Bundesliga möglichst vorne mitspielen und unseren Fans mit hochwertigen Handball begeistern. Bei den Herren gibt es im Kader zahlreiche Veränderungen. Niklas Ruß, Daniel Weber und Philipp Klotz beendeten ihre Laufbahn, Jannik Hohlweg wechselte zur HSG Konstanz in die 3. Liga. Niklas Bartels wird künftig die 2. Herrenmannschaft unterstützen. Hier wollen wir mit einem verjüngten Team und integrierter Nachwuchsförderung die Regionalliga halten, auch wenn dies ambitioniert erscheint.
Die Jugendarbeit ist seit vielen Jahren eine der großen Stärken des TuS Steißlingen. Welche Bedeutung hat sie für dich und wo siehst du weiteres Entwicklungspotenzial?
Unser Ziel und erste Priorität ist es immer, sowohl im Jugendbereich als auch später bei den Aktiven, mit Spieler*innen aus Steißlingen oder zumindest aus der näheren Region in den sportlichen Wettkampf zu gehen. Dies ist enorm wichtig für die Identifikation mit den Fans und allen Ehrenamtlichen, die zum Wohle des Vereins und zum Wohle aller Spieler*innen wertvolle Arbeit leisten. Damit steht die erfolgreiche Jugendarbeit immer ganz vorne in den Prioritäten. Dennoch denke ich, dass wir im Sinne der Demografie auch offen sein wollen und müssen gegenüber Talenten, die von außen zu uns kommen wollen. Da haben wir gerade im Bereich der männlichen Jugend sicher noch Potenzial nach oben.
Neben dem sportlichen Erfolg lebt ein Verein vor allem vom Engagement vieler Ehrenamtlicher. Was möchtest du tun, um dieses Engagement zu fördern und die Gemeinschaft innerhalb der Abteilung weiter zu stärken?
Hier sprechen wir über einen zentralen Bereich unserer Abteilung, das Ehrenamt, ohne das ein Verein wie der TuS SteißlingenHandball mit 25 Mannschaften und etwa 450 Aktiven niemals existieren könnte. Zum einen muss es immer unser Ziel sein, mehr, insbesondere junge Menschen, zu einer ehrenamtlichenTätigkeit zu motivieren. Hier müssen wir Entlastung für das bestehende Team schaffen. Zudem benötigen wir immer jungen, engagierten Nachwuchs für den fortlaufenden Generationenwechsel. Zum anderen müssen wir äußerst sensibel und aufmerksam entscheiden, wie viele und welche Aufgaben wir annehmen, um das bestehende Team nicht weiter zu überlasten.Auch im Ehrenamt ist an einer bestimmten Stelle eine Kapazitätsgrenze erreicht, die wir eigentlich gar nicht erreichen wollen und auf keinen Fall überschreiten dürfen.
Zum Abschluss ein Blick nach vorne: Welche Botschaft möchtest du unseren Spielern, Trainerinnen und Trainern, Helfern, Sponsoren, Fans und allen Mitgliedern mit auf den Weg geben?
Aus sportlicher Sicht wünsche ich zuallererst allen Aktiven eine verletzungsfreie, möglichst erfolgreiche Saison 2026/2027. Unseren Fans wünsche ich möglichst viele spannende, faire und hochklassige Handballspiele im Mindlestal, natürlich mit erfolgreichem Ausgang für den TuS. Bitte kommen Sie zahlreich in das Mindlestal, um unsere Mannschaften zu unterstützen. Allen ehrenamtlichen Helfern danke ich bereits heute für die geleistete Arbeit in der Saisonvorbereitung und die Hilfe in der bevorstehenden Saison. Mein expliziter Dank gilt natürlich auch unseren Sponsoren, die uns insbesondere in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten weiterhin zahlreich unterstützen.
Thomas, vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen dir für deine neue Aufgabe viel Erfolg, gute Entscheidungen und vor allem viel Freude bei der Weiterentwicklung unserer Handballabteilung und des gesamten TuS Steißlingen.
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