News Damen
- Damen 1: Das Steißlinger "Wintermärchen" oder das Wunder zum Vizemeister
- Damen 1: TuS Damen 1 trotzen Meister Brombach Punkt ab
- Damen 1: Am Ende gegen die SG Sinzheim-Rastatt das bessere Ende für sich
- Damen 2: TrainerIn gesucht!
- Damen 1: Am Ende klarer Derbysieg auch im Rückspiel gegen die SG Ehingen-Engen
Damen 1 – Ein Insolvenzmodell mit Zukunft ? –
Als das völlig neuformierte junge Team der Damen 1 nach der „Insolvenz im Sommer“ im Oktober in die neue Saison und damit in das Abenteuer Südbadenliga startete, wurde als Saisonziel der Klassenerhalt ausgegeben. Alles andere war unter den gegebenen Voraussetzungen Utopie, zumal man von „Fachleuten“ schon vorab als Kanonenfutter der Liga und Absteiger Nr. 1 bezeichnet wurde.
Aber, manchmal kommt es glücklicherweise anders als man denkt.
Gestartet mit einem Auswärtssieg in Freiburg-Zähringen und damit mit gestiegenem Selbstvertrauen, holten die Mädels seither Punkt für Punkt und stehen aus meiner Sicht zur Halbzeit fast schon sensationell nach Minuspunkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Dies hätten vor Saisonbeginn auch Insider nicht für möglich gehalten.
Wenn man allerdings etwas länger darüber nachdenkt und die Mosaiksteine zusammenfügt, die zu diesem Zwischenergebnis geführt haben, dann ist doch manches erklärbar.
Neben der hohen Motivation aller Beteiligten war es innerhalb der kurzen Vorbereitung möglich, ein schon zum Saisonstart harmonisierendes Team zu formen. Neben den beiden Stützen Patrizia Mock und Michaela Maier, sowie der nachträglich reaktivierten Meli Kuppel, ist es zum einen der Block aus der B- und A-Jugend, der die halbe Mannschaft stellt. Dazu kamen Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft oder diejenigen, die aus der TuS-Jugend stammen und in den vergangenen zwei bis drei Jahren im Rahmen ihrer Ausbildung pausieren mussten. Auch diese Spielerinnen konnten fast nahtlos eingebaut werden.
Basis und Schlüssel dieses Erfolges ist die seit vielen Jahren im weiblichen Bereich des TuS Steißlingen praktizierte fundierte und systematische Jugendarbeit auf einem hohen Niveau, die sich jetzt auszuzahlen scheint. In frühen Jahren Erlerntes ist wieder abrufbar, während es wesentlich schwieriger und zeitaufwendiger ist, Defizite aufzuholen.
Und dieses Team hat, sofern es zusammenbleibt, in der Zukunft in manchen Bereichen noch deutlich Luft nach oben.
Mit den 14 : 6 Punkten aus nur 3 Heim- und 7 Auswärtsspielen haben sich „die jungen Wilden“ schon zu diesem frühen Zeitpunkt Respekt in der Liga verschafft und sich deutlich von den Abstiegsrängen entfernt, nachdem erst knapp die Hälfte aller Spiele absolviert sind. Und es dies auch gut so, dass man dieser zusätzlichen psychischen Belastung aus dem Wege gehen kann.
Die Rückrunde wird sicherlich nicht einfach und kein Selbstläufer, da wir, wie vielleicht noch zu Beginn der Saison, von den gegnerischen Mannschaften nicht mehr unterschätzt werden. Im Gegenteil – Mannschaften aus den hinteren Regionen gehen hoch motiviert in die Spiele, „um einen Vorderen“ zu schlagen. Mit dieser neuen Rolle muss das Team erst zurechtkommen.
Es ehrt zwar auch, wenn wir von gegnerischen Trainern teilweise schon als Mitfavoriten um die Meisterschaft gehandelt wurden, wir werden aber alle auf dem Teppich bleiben. Solche Spiele wie in Freudenstadt oder vergangenes Wochenende in Ottenheim wird es immer wieder geben. Anders als der TuS konnte der Gastgeber nach zwei vorangegangenen deutlichen Siegen selbstbewusst und in Bestbesetzung antreten.
Unser Team rannte in der ersten Halbzeit ständig einem 3-Tore-Rückstand hinterher, bedingt wie zuletzt durch das Auslassen von zahlreichen Großchancen, darunter 3 Siebenmeter. So stand es zur Halbzeit 14:11 und alles war noch möglich.
In der zweiten Hälfte wollte man es besser machen. Der Wille war zwar da, Körper und Geist machten aber nicht mehr mit. Unterstützt von einer lautstarken Halle und dem Hallensprecher gelang Ottenheim nun fast alles, während bei unseren Mädels nicht mehr viel zusammenlief. So stand am Ende ein 30:21 für Ottenheim an der Anzeigentafel. Am verdienten Sieg gab es keine Zweifel. Gegen diesen Gegner in dieser Verfassung werden auch noch andere Teams in dieser Halle Federn lassen.
Die Weihnachtspause zur Regeneration kommt jedenfalls zur rechten Zeit.
In der Rückrunde stehen allerdings nur noch 4 Auswärtsspiele an, während man 8 mal Heimrecht genießt. Aus diesen Spielen sollten die nötigen Punkte für eine am Ende respektable Platzierung geholt werden.
Die Mädels können stolz darauf sein, was sie bisher geleistet haben, allen voran unsere Youngsters aus der B-Jugend. Nicht von ungefähr genossen Sarina Müller und Stephanie Meder beim letzten Spiel in Ottenheim eine Sonderbewachung.
Die Mannschaft hätte allerdings auch weitere Unterstützung von Außen mehr als verdient und sucht nach wie vor:
- 1 Betreuer-/in
- 1 Hallensprecher für die Heimspiele (es stehen u. a. 3 Derbys zu Hause an)
Koni Maier – Trainer Damen 1









